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2007 Rückblick auf die Ordentliche Jahresversammlung

Der Referent skizzierte in seinem Vortrag zuerst die europäische und die Schweizerische Verkehrspolitik nach dem 2. Weltkrieg mit ihrem Mobilitätsschub und der Bevorzugung des Privatverkehrs. Die Schweiz hielt sich im Vergleich zu Europa bei Bahnschliessungen zwischen 1950 und 1980 stark zurück. Während sonst die Stilllegungen bei 15 Prozent und mehr lagen, waren es in der Schweiz nur 3 Prozent der Bahnstrecken, die aufgegeben wurden, meist solche ohne eigenes Trassee. Bundes-Bern hätte freilich in dieser Sache viel weitergehen wollen. Doch die eidgenössischen Parlamentarier pfiffen den Bunderat bei der Beratung des Schweizerischen Eisenbahngesetzes in den Jahren 1957 und 1958 aus Solidarität mit den strukturschwachen ländlichen Gebieten zurück.

Eingebettet in diesen Hintergrund führte Jonas Steinmann nun die Nidwaldner Pläne zum Ausbau der konkursiten Stansstad-Engelberg-Bahn aus. Zu Heiterkeit Anlass gab dabei ein Protokollauszug von einer Sitzung der Nidwaldner Politiker mit Bundesrat und Chefbeamten der Bundesverwaltung, im Verlauf derer Landammann und Ständerat Remigi Joller energisch auf die Pauke hieb, was auch Erfolg zeitigte. Von da ging es mit der Planung der LSE vorwärts.

Das Publikum bedankte sich mit grossem Applaus für die interessanten Ausführungen des Referenten. In der  Diskussionrunde ergänzten Diego Wyrsch und Dr. Eduard Amstad als Zeitzeugen die Aussagen mit weiteren Informationen. Im "Nidwaldner Wochenblatt" ist eine Zusammenfassung des Vortrages von Daniel Krämer mit einem weiterführenden Literaturhinweis erschienen (siehe PDF unten).

Im anschliessenden geschäftlichen Teil wurde der Jahresbericht des Präsidenten (siehe unten) und die Jahresrechnung 2006 ohne Gegenstimmen genehmigt. Trotzdem wir mit unserem Einsatz gegen die Abruchbewilligung der Direktorenvlla in Ennetbürgen (ein wichtiger Nidwaldner Zeuge aus der Zeit der Industrialisierung) vor Verwaltungs- und Bundesgericht keinen Erfolg hatten, schloss die Rechnung mit einem Plus von gut Fr. 7 000.-- ab. Aus diesem Grund gab es auch keinen Anlass, den Jahresbeitrag zu erhöhen. Er bleibt auch für 2007 bei Fr. 6.-- für Einzelmitglieder, Fr. 10.-- für Duo- Mitgliedschaften und Fr. 30.-- für Kollektivmitglieder. Mit einem Dank an alle schloss Präsident Ferdinand Keiser um 21.45 Uhr den offiziellen Teil.

Zeitungsbericht über Vortrag von Jonas Steinmann

Jahresbericht

 
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