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2007 Frühlingsfahrt nach Hergiswald

Schon die Fahrt über Malters und Schwarzenberg nach Hergiswald bei frühsommer-lichem Wetter mit wundervollen Weitsichten bildete einen Genuss, erst recht die Führung durch das eigenwillige barocke Gotteshaus mit der Loretto-Kapelle im In-nern als Bau im Bau.

Der Referent begrüsste uns auf dem Parkplatz, von wo man einen guten Überblick auf das ganze Ensemble hat. Hier führte er uns in die Geschichte des geplanten und des ausgeführten Bauwerks (1650-1662) ein. P. Ludwig von Wyl, Guardian im We-semlin, wollte ursprünglich nicht nur ein Loretto-Heiligtum bauen, sondern dazu noch einen ganzen Sacro Monte (15 Kapellen mit den Rosenkranz-Geheimnissen) und ein Kapuziner-Hospiz. Von seiner grossen Vision konnte er schliesslich einzig die heu-tige Wallfahrtskirche verwirklichen.

Dr. Heinz Horat (im gelben Hemd) während der Begrüssung und Einführung in die Thematik.

Im Anschluss an die Einführung besichtigten wir das Gotteshaus im Innern. An-schaulich und fundiert erklärte Heinz Horat dabei die Architektur des Bauwerks und die wichtigsten Kunstwerke der vielfältigen Ausstattung, wie das "Loretto-Haus" mit der schwarzen Madonna, die reich geschnitzten Altäre (besonders erwähnenswert der schöne Hochaltar [als "Porta aurea" konzipiert], der Felix-Altar [mit dem büh-nenartigen Weltgericht] und der Antonius-Altar von Hans Ulrich Räber), die gros-sen Triumphbögen mit den theatralisch aufgestellten Holzplastiken und die riesige Bilderdecke, dem weltweit grössten Zyklus gemalter Sinnbilder, ausgeführt von Kaspar Meglinger, dem Maler des Totentanzes auf der Luzerner Spreuerbrücke. Dabei wies der Referent immer wieder auf das theologische Programm hin, wel-ches der Liebhaberarchitekt und Kapuziner P. Ludwig thematisch der Ausstattung  zu Grunde gelegt hat. Die von reichem Hintergrundwissen getragenen, präsisen Ausführungen liessen die Besichtigung zu einem nachhaltigen Erlebnis werden.

Anschliessend fuhren wir ins Hotel Eigenthalerhof zu einer kleinen Stärkung und dem damit verbundenen gemütlichen Teil. Dabei bewunderten wir den Pilatus von einer Seite, die uns recht ungewohnt ist. Bereichert und frohgelaunt erreichten wir um 17.35 Uhr wieder Stans. 

 

Gruppe beim Gang ins Innere der Wallfahrtskirche Hergiswald im Eigenthal (Photos: Otto Borner).

 
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