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2007 Buch-Übergabe und Vernissage: 29. August 2007

                                                            

Buchübergabe in Niederrickenbach

Ab 14.00 Uhr   Individuelle Bergfahrt mit der Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach. 15.00 Uhr        Treffen vor dem Pilgerhaus in Niederrickenbach. Anschliessend ge-                      meinsamer Spaziergang ins Kloster.                                        15.15 Uhr        Buchübergabe an die Schwestern; feierliche Vesper in der Kloster-                      kirche, dann kleiner Umtrunk.                                                      Ab 17.30 Uhr  Individuelle Talfahrt.

Buchvernissage in Stans

19.00 Uhr       Offizielle Buchpräsentation in der Klosterkirche des Kapuzinerinnen-                     klosters St. Klara, Stans; Apero im Klostergarten. Für Mitglieder be-                     steht die Möglichkeit, das Pflichtexemplar zu kaufen.

 

Buchinhalt

1. Geschichte und Kunst                                                                                  

Marita Haller-Dirr: "Die armen Schwestern auf dem einsamen Berg"                       Hansjakob Achermann: Die Wahl des Standortes                                                   Rolf de Kegel: "Wir wollen den Spiritual pflegen und warten in gesunden und kranken Tagen"                                                                                                              Josef Brülisauer: Die Konventkrippe                                                                     Fabricio Brentini: Architektur und Kunst

2. Einblick in die Gegenwart

Urs Flüeler/Fredi Businger/Hansjakob Achermann: Fest und Alltag hinter Kloster-mauern

3. Ora et labora

Christian Schweizer: Schwesterliches Singen und Musizieren                               Karin Schleifer-Stöckli: "Schule in frischer Alpenluft". Das Institut Maria Opferung   Elisabeth Odermatt Niederberger: Kräuter und Liquöre aus der Herrgotts-Apotheke  Ursula Karbacher: Sticken und Weben im Bergkloster

4. Anhang

Verzeichnis der Klosteroberinnen                                                           Verzeichnis der Spirituale aus Engelberg                                                    Verzeichnis der Äbte von Engelberg

Verzeichnis der Quellen und Literatur

 

Bericht der Redaktion

Ein Gang durch 150 Jahre

Die Publikation des Historischen Vereins Nidwalden widmet sich dieses Jahr dem Benediktinerinnenkloster Maria-Rickenbach. Seit dem 4. September 1857 beten und arbeiten Schwestern auf der abgeschiedenen Talschulter von Niederrickenbach. Als Erinnerung an ihr unermüdliches und stilles 150jähriges Wirken und als Begegnung mit den Schwestern von heute ist das vorliegende Buch gedacht. Es war von Anbeginn an unser Ziel, nicht nur die Vergangenheit aufleben zu lassen, sondern auch der Gegenwart Gewicht zu geben. Darum wird die Mitte des Buches, sozusagen als die aktuelle Drehscheibe, von einer Bilderfülle aus dem heutigen Klosterleben besetzt. Der Fotograf Urs Flüeler heftete sich den Schwestern mit seiner Kamera durch ein ganzes Kirchenjahr an die Fersen, der Grafiker Fredi Businger komponierte aus den vielen Bildern und Schnappschüssen mehrere Geschichten, zu denen Hansjakob Achermann feinsinnige Texte schrieb.

Vor und nach diesem gegenwartsnahen und farbigen Mittelpunkt wird in die Geschichte und Kunst des Klosters sowie in das Beten und Arbeiten der Schwestern geblickt. Zuerst verankert Marita Haller-Dirr das Kloster Maria-Rickenbach in der kirchenpolitischen Umbruchszeit des 19. Jahrhunderts, um sich danach ganz seiner Etablierung und Konsolidierung zu widmen und aufzuzeigen, wie die Schwestern „auf dem einsamen Berg“ gelebt haben. Hansjakob Achermann sind bis anhin unberücksichtigte Quellen zugefallen, die ihn herausforderten, die Standortwahl des Mutterhauses neu zu überprüfen. Dass der Abt von Engelberg in der Leitung des Konvents eine bedeutende Rolle spielte, ist unbestritten, dass aber auch die Spirituale dem Klosterleben der Frauen ihren jeweiligen Stempel aufdrückten, zeigt Rolf De Kegel in seinem Artikel. Nach dieser historischen Rückschau erfolgt die kunstgeschichtliche Betrachtung. Fabrizio Brentini beschäftigt sich mit dem mächtigsten und prägendsten Bauwerk der kleinen Bergsiedlung Niederrickenbach und hebt Werke der Innenausstattung hervor. In einen besonderen Raum schaut Josef Brülisauer. Dort steht eine imposante Weihnachtskrippe mit 136 Figuren, die ein bedeutendes Kulturdenkmal und ein wertvolles Zeugnis der Innerschweizer Krippentradition darstellt.

Schon der Fototeil zeigte eindrücklich das von Gebet und Arbeit geprägte Klosterleben. Darum wird gleich danach in Worten die Entwicklung des schwesterlichen „Ora et Labora“ dargelegt. Christian Schweizer widmet sich dem Singen und Musizieren vor und für Gott. Die Schwestern mussten sich den Lebensunterhalt verdienen und gingen darum verschiedenen Tätigkeiten nach. Einige widmeten sich ganz der Erziehung und Bildung von Mädchen. Diesem 120 Jahre dauernden Engagement für die weibliche Jugend geht Karin Schleifer-Stöckli ausführlich nach. Andere Schwestern stickten und woben und wieder andere beschäftigen sich mit dem Kräutergarten und der Kräuterkunde. Im Artikel von Ursula Karbacher wird darum eingehend die Geschichte der Stick- und Webkunst im Kloster dargestellt und sie zeigt, was alles an Paramente, Kirchenzierden, Fahnen und Trachten entstanden ist. Elisabeth Odermatt Niederberger interessiert sich als Pharmazeutin für die im Kloster ausgeübte Tradition der Heilmittelkunde  und sie berichtet über die Arbeiten in der Kräuterei und in der Klosterapotheke.

Das über Jahrhunderte lange Beten und Arbeiten des Klosters Maria-Rickenbach konnte nicht lückenlos betrachtet werden. Aus Platzgründen sind zwei wichtige Themen aufgeschoben worden, was zur Folge hat, dass die Ewige Anbetung und der eindrückliche Missionseinsatz des Klosters im 19. Jahrhundert in Amerika hier nur am Rande zur Sprache kommen. Letzterer wird nächstes Jahr im Geschichtsfreund behandelt, die Entwicklung der Ewige Anbetung in den Studien und Mitteilungen des Benediktinerordens breiter ausgeführt.

Die einzelnen Beiträge sind Eindrücke und heben verschiedene Farbtupfer aus dem ansonsten stillen Wirken der Schwestern hervor. Wer ins Buch steigt, begibt sich geleitet durch verschiedene Wegweiser auf eine 150jährige Zeitreise. Jeder Beitrag beginnt mit einer Bildtafel, die das Thema des Artikels sozusagen als Richtungsschild metaphorisch verdichtet. Das Kreuz untermalt den Glaubensweg der christozentrischen benediktinischen Spiritualität; die einsame Wallfahrtskapelle wirkt als Anziehungskraft für die Wahl des Klosterstandortes; der Schatten vor der Türe des Beichtigerhauses markiert die Grenze zur Männerwelt, usw.

Ein prägender Akzent der Benediktinerinnen ist ihr schwarzer Habit, der auch dem Einband und den einzelnen Buchteilen seine Farbe aufdrückte. Ihre intensive Beziehung zu Jesus Christus stellen Kreuzwegszenen mit Frauen dar: im Vor- und Nachsatz sind es Arbeiten aus dem Schaffen von Beate Heinen und beim Eröffnungsblatt zu den drei Hauptteilen solche von Beat Gasser. Sozusagen als Pausenzeichen zwischen den einzelnen Artikeln und auch der Fotogeschichte leuchten in ganz verschiedenen Darstellungsformen Glasfenster von P. Karl Stadler auf. Diese Werke, die ansonsten Klosterräume zieren, geben dem Buch eine vertraute Struktur. Es sind aber nicht die Kunstgegenstände, welche dem Kloster Leben einhauchen, sondern die Menschen, die darin wohnen; darum reihen sich auf dem Schutzumschlag die Schwestern auf.

 

                                                             Marita Haller-Dirr / Hansjakob Achermann

Abholen des Pflichtexemplars

Das Pflichtexemplar kann im Staatsarchiv, Stansstaderstrasse 54, Stans, an folgenden Zeiten abgeholt werden:

                     Freitag, 31. August 2007, 17.00 bis 20.00 Uhr                                             Samstag, 1. September 2007, 09.00 bis 13.00 Uhr                             Mittwoch, 5. September 2007, 17.30 bis 20.30 Uhr

Nachher wird es den Mitgliedern mit der Post zugestellt.

 

 

 

 

 

 
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Historischer Verein Nidwalden c/o Staatsarchiv, Stansstaderstrasse 54, 6371 Stans, info@hvn.ch, www.hvn.ch  
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