Zur Startseite...

 

   

2007: Herbstwanderung vom 29. September

Auf den Geburtsspuren des Elektrizitätswerks Nidwalden 1900 - 1937

Am Samstag 29. September 2007 organisierten wir bei stahlendem Herbstwetter einen Geburtstagsspaziergang durch das Engelbergertal. Das Geburtstagskind war das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN), das seinen Betrieb im Jahre 1937 aufgenommen hat. Aus diesem Anlass liessen wir seine bewegte Vorgeschichte im Rahmen einer Wanderung mit szenischen Lesungen an drei Orten wieder aufleben. Christian Bircher präsentierte in einem Kurzreferat die Erfolgsgeschichte des EWN in den vergangenen 70 Jahren.

Blick aus der Zentrale in Obermatt hinaus in den strahlenden Herbsttag.

Nach einer Bahnfahrt startete unser Ausflug beim dortigen Kraftwerk Obermatt des EWL. Zuerst begrüsste Präsident Ferdinand Keiser die Anwesenden und versprach ihnen eine interessante Wanderung. Gleichzeitig dankte er Vorstandsmitglied Fabian Hodel für die aufwändige Organisation.

Hotelier Eugen Hess und EWL-Direktor Viktor Troller besiegeln per Handschlag den Bau des Wasserkraftwerks in der Obermatt.

Der Engelberger Hotelier, Eugen Hess, und der Direktor des Elektrizitätswerkes der Stadt Luzern, Viktor Troller, erklärten, weshalb sie das KW Obermatt unbedingt bauen wollten. Anschliessend gab Fabian Hodel noch Erklärungen zu Bau und Entwicklung des EW Obermatt. Von hier aus wurde auch Nidwalden bis 1937 mit Strom versorgt. - Vor der Wanderung nach Grafenort konnte die Zentrale dieses Werkes besichtigt werden. Dann machten sich alle auf den Weg.

Besichtigung der Zentrale Obermatt

Dem Aawasser entlang wanderten wir nach Grafenort, wo wir im Restaurant eine Bannalper-Versammlung erlebten. Im Jahre 1933 luden nämlich die Befürworter einer Nidwaldner Eigenversorgung zu feurigen Versammlungen ein und erklärten dem Volk, weshalb die Luzerner Stromvögte aus dem Land zu vertreiben seien.

Gegner und Befürworter des Bannalpwerkes kreuzen an einer Versammlung im Vorfeld der Landsgemeinde 1934 die Klingen.

Ein Verwaltungsrat des EW Luzern Engelberg/Obermatt sass allerdings auch im Saal und argumentierte, weshalb das Bannalper Werk nie und nimmer rentieren könne. - Nach so viel Information war Zeit für das Mittagessen

Warten auf die zb (Zentralbahn) in Grafenort nach dem Mittagessen.

Anschliessend fuhren wir mit der Bahn nach Dallenwil und marschierten zügig entlang des Aawassers zum Landsgemeindeplatz in Wil. Angesagt war die legendäre Landsgemeinde vom 29. April 1934. Befürworter und Gegner brachten ihre Argumente vor. Die Abstimmung im Ring brachte wie damals ein starkes Mehr für die Befürworter. - Aus den Reihen der Teilnehmenden trat schliesslich Landratssekretär Hugo Murer auf das "Härdplättli", um den Spielern und dem Organisator für die gut gelungene Produktion im Namen aller zu danken.

 

Befürworter und Gegner auf dem Härdplättli an der Landsgemeinde 1934

 

 

 

Dank des Organisators (Fabian Hodel) und aus dem Publikum.

Dann begaben wir uns ins Verwaltungsgebäude des EWN. Hier begrüsste uns Direktor Christian Bircher und zeigte uns den Film über den Bau des Bannalpwerks, den Fabian Hodel sachkundig kommentierte. Ein Apero im Freien schloss die informative Wanderung ab.

 

 

 

 
» zurück
 
 
 
 
 
Historischer Verein Nidwalden c/o Staatsarchiv, Stansstaderstrasse 54, 6371 Stans, info@hvn.ch, www.hvn.ch  
created by IAG die web-macher