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2007 31. Burgenfahrt ins Unterwallis

In fröhlicher Runde beim Mittagstisch.

Abwechslungsreich war schon die Hinfahrt durch den Lötschberg. Diese Route musste gewählt werden, weil die Strecke Bern - Freiburg noch gesperrt war. Nach dem guten Mittagessen unter schattenspendenden Bäumen und Sonnenschirmen machten wir uns auf zum Besuch des Augustiner-Chorherrenstifts Saint-Maurice. Dort begrüsste und Mgrs. Joseph Rodouit, Abt und Bischof der Territorialabtei. Er führte uns ein in die Geschichte des Ortes und der Abtei, zeigte uns die Schätze der Kirche, führte uns durch die Katakomben (archäologischen Grabungen) und präsentierte uns zum Schluss den reichen Stiftsschatz mit Kultgegenständen von der Antike bis in die Moderne. Der heutige Bau stellt die achte Kirche an gleicher Stelle dar. Vier frühchristliche Kirchen (420, 480, 515 und 575) ein merowingisches (Ende des 6. Jahrhunderts), ein karolingisches (Ende des 8. Jahrhunderts) und ein romanisches Gotteshaus (anfang des 11. Jahrhunderts) waren seine Vorgänger. Das heutige Bauwerk wurde zwischen 1614 und 1624 errichtet, also gut 20 Jahre vor dem Bau der heutigen Stanser Pfarrkirche. Beim Gang und den Erläuterungen durch die Ausgrabungen erhielt man eine ungefähre Vorstellung von den früheren Kirchen. Angetan hat es uns der romantische Kreuzgang mit den vielen Blumen. Höhepunkt der Besichtigung war indessen eindeutig der Besuch des Stiftschatzes mit Kultgegenständen von der Antike bis zur Moderne. Welche künstlerischen Meisterwerke es hier zu Bestaunen gab!

Teuderich-Schrein aus dem 7. Jahrhundert. Stiftschatz der Abtei Saint-Maurice

In einem Rundgang lernten wir die alten Gassen von Saint Maurice kennen, dann fuhren wir nach Martigny, wo wir die Zimmer bezogen und uns erholten. Dann spazierten wir zur Burg Bâtiaz hinauf. Hier führte uns der ehemalige Staatsarchivar Dr. Bernhard Truffer in die wechselvolle Geschichte von Martigny und der Burg samt ihrer Besitzer ein. Während des anschliessenden reichen Aperos, das uns der Walliser Staatsrat offerierte, bot sich die Möglichkeit, die Burg zu besichtigen.

Präsident Ferdinand Keiser übergibt im "Zivilstandszimmer" als Danke Schön dem Alt-Stanser Bernhard Truffer das Buch "Nidwaldner Impressionen".

Am Sonntagmorgen stand der Besuch der Fondation Pierre Ganadda auf dem Program. Hier wird zur Zeit die Ausstellung "Marc Chagall . Entre Ciel et Terre" gezeigt. Hier kamen wir in den Genuss einer exzellenten Führung, die uns das gezeigte Oeuvre näher brachte und dabei gleichzeitig die wichtigsten Stationen im Leben des Malers aufzeigte.

Marc Chagall: Eingangspaneel im Jüdischen Theater

Anschliessend bot sich die Gelegenheit, die Bilder  persönlich zu betrachten oder die übrigen Sammlungen der Fondation zu besuchen. Natürlich konnte man auch das römische Amphitheater besichtigen oder das 2006 im ehemaligen Zeughaus eröffnete "Musée et Chiens du Saint-Bernard". Hier werden Kunstgegenstände und Objekte gezeigt, welche die Geschichte des Hospizes und des St.-Berhard-Passes geprägt haben. Dazu gehören selbstverständlich auch die Berhardinerhunde.

Nach dem Mittagessen blieb noch Zeit für einen Rundgang durch die Stadt, die Besichtigung der Skulptur "   " von Rudolf Blättler in einem Kreisel oder des vielfälltigen Marktes bei der Pfarrkirche. Dann mussten wir wieder die Bahn besteigen, die uns sicher nach Hause brachte. Für die gute Planung und Durchführung der interessanten zweitägigen Burgenfahrt bedankten sich alle Teilnehmenden bei den Verantwortlichen Ferdinand Keiser (Präsident) und Edwin Enz (Quästor). Es war ein lohnender Ausflug, der viel Interessantes bot und neue Eindrücke brachte.

 
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