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2008 Naturpark Uri-Nidwalden-Engelberg: Informationen aus erster Hand

Die ersten Projekte für Pärke von nationaler Bedeutung in der Schweiz wurden beim Bundesamt für Umwelt Anfang 2008 eingereicht. Im Januar 2009 möchte auch der «Regionale Naturpark Nidwalden-Uri-Engelberg» sein Gesuchsdossier bereit haben. Ein ambitiöses Vorhaben.

Die Zeit drängt, denn Nidwalden-Uri-Engelberg ist nicht die einzige Region, die im Rahmen des seit 2007 revidierten Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) einen Park von nationaler Bedeutung realisieren möchte. Zehn Dossiers zu Parkprojekten wurden beim Bund bereits eingereicht, über 20 weitere könnten bis 2009 folgen.

In den Startlöchern ist auch der «Regionale Naturpark Nidwalden-Uri-Engelberg». Eine von 15 Gemeinden finanzierte Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass ein Na-turpark in dieser Region Chancen hat. Inzwischen ist eine Geschäftsstelle einge-richtet worden und ein Projektausschuss hat zu einer ersten Impulstagung ins Urner Bergdorf Isenthal eingeladen. Ehrgeiziges Ziel: Bis Januar 2009 soll beim Bund ein Gesuchsdossier eingereicht werden.

Bevölkerung soll sich identifizieren
Da der Bund Finanzierungshilfen in Aussicht stellt, formuliert er auch Bedingungen. Gefordert ist unter anderem die aktive Mitwirkung der Bevölkerung und die Identifi-kation der Beteiligten mit dem Parkprojekt. In diesem Sinne hat der Projektaus-schuss «Naturpark Nidwalden-Uri-Engelberg» alle beteiligten Gemeinden, zahlreiche Interessenvertreter aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zur Lancierung des Projektes nach Isenthal eingeladen. Gekommen sind rund 80 Personen, darunter auch ein Vertreter des HVN.

Gefragt sind schnelle Visionen
Die VertreterInnen der Gemeinden, von Tourismusunternehmen, aus der Land-wirtschaft und von Umweltverbänden hatten die Aufgabe, Visionen und konkrete Parkideen zu erarbeiten. Es sollten Zusammenarbeitsformen in sechs Projekt-gruppen gefunden werden. (vgl. unten)
Der HVN klinkte sich in der Gruppe «Kultur und Mitgestaltung – Identität und Wille» ein. Es wird erwartet, dass in zwei Gruppensitzungen über den Sommer (Mitte Juli und Anfang August!) ein Projekt konkretisiert wird, um dieses Ende August im Rahmen einer Projekt-Ergebnis-Tagung zu präsentieren. Der Ideen sind einige, nicht alle ganz neu, noch wenige wirklich konkret. Und jetzt folgt die Knochenarbeit. Der Terminplan ist gedrängt. Ob er über die Sommer- und Ferienzeit mit den zahlreichen Freiwilligen zu bewältigen ist und ob sich Identifikation von unten so auf die Schnelle organisieren lässt, bleibt vorerst offen. 

Fabian Hodel


Gute Ideen gesucht
Die Geschäftsstelle «Regionale Naturpark Nidwalden-Uri-Engelberg» hat die schwierige Aufgabe, innert kurzer Zeit gute Ideen und regionale Identität für die Naturparkidee zu generieren.
Zu diesem Zweck installierte sie in Isenthal sechs Arbeitsgruppen.
1. Bergland- und Alpwirtschaft: Welche Angebote?
2. Freizeit und Tourismus: naturnah! Was und wie?
3. Kleingewerbe: Forst-, Holz-, Energiewirtschaft
4. Natur und Landschaft: nachhaltige Grundlage!
5. Kultur und Mitgestaltung: Identität und Wille!
6. Kommunikation und Marketing: In-Wert-Setzung!
Die Gruppen sollen Projektideen über den Sommer konkretisieren, danach gehen sie in die Vernehmlassung zu den Gemeinden und Interessensgruppen. Im Oktober sollen sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden, im November erfolgt die Eingabe bei den Kantonen, im Januar 2009 dann beim Bund (BAFU: Bundesamt fÜr Umwelt).
 
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