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Kultur- und Wanderreise in die Extremadura 2010 (1)

Plasencia

 Mittelalterliche Stadtmauern in Plasencia

Überblick

Plasencia ist eine Stadt mit ca. 40 000 Einwohnern, die im Nordwesten der Provinz Cárceres auf einem Hügelrücken Fluss «Jerte» liegt. Ihre Stadtmauern, Kirchen und Paläste in der hübschen Altstadt zeugen vom Reichtum, welchen die Bürger aus der strategisch günstigen Lage an der Ruta de la Plata (Silberstrasse) gezogen haben.  Sie wurde 1189 von König Alphons VIII. gegründet. Die Wurzeln reichen aber als Siedlung bis in die römische Zeit zurück. So treffen wir vereinzelt auch auf antike und maurische Überreste. Das Bild des Stadtkerns prägen indessen Bauwerke aus der Zeit des 13. bis 19. Jahrhunderts. Heute bildet die Stadt den wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt für Umfeld und Hinterland.

 

Der Stundenschläger auf der Plaza Mayor

Plaza Mayor

Quirliges Zentrum und beliebter Treffpunft ist die Plaza Mayor. Hier trifft man sich an der Bar, beim Kaffee oder einfach zum Plaudern und Schauen. Der Platz wird gesäumt von vielen Wohn- und Geschäftsgebäuden. Auch das zweitürmige Rathaus befindet sich hier. Auf der Zinne des einen Turms steht als Attraktion ganz expo-niert ein Mann im grünen Rock und mit roter Mütze und wartet, bis er wieder zum Stundenschlag ausholen kann. Das geschäftige Treiben auf der Plaza Mayor lässt ihn unberührt. Er würdigt es keines Blickes. 

Kathedrale

Wir aber sehen uns in Plasencia nach weitere Sehenswürdigkeiten um und entde-cken die Kathedrale, die eigentlich aus zwei Kirchen besteht, der Catedral Vieja aus dem 13. Jahrhundert in romanischem Stil und der Catedral Nueva aus dem    16. Jahrhundert (begonnen 1498), in der sich Stilelemente der Gotik und der Re-naissance miteinander vermischen. - Die Ritterorden von Santiago und Alcántara, die grosse Macht in dieser Region besassen, gaben den Anstoss zum Bau zahl-reicher Kirchen und Klöster in der Stadt. Die Kirchen San Nicolás, San Martín, San Salvador und San Pedro gehören dabei zu den bedeutendsten. Sie wurden ab dem 13. Jahrhundert im romanischen und gotischen Stil errichtet, zum Teil auf maurischen Fundamenten.

Blick auf die Kathedrale mit den gotischen Wimpergen

Paläste und Stadthäuser

Plasencia besitzt einige sehr schöne Paläste. Der Palacio de los Monroy o de las Dos Torres ist ein herrliches Beispiel der romanischen Palastarchitektur. Im Bi-schofspalast kann man die Hauptelemente der spanischen Renaissance bewundern. Die Paläste Carvajal-Girón und des Marqués de Mirabel wiederum zeigen die Elemente des Platereskenstils in der Sonderform der Estremadura. Daneben gibt es in den engen Gassen zahlreiche Bürgerhäuser des 17., 18. und 19. Jahrhunderts zu bewundern.

Einer der Paläste in Plasencia: Palacio de Mirabel

Museen

Der Besuch von zwei Museen steht während unseres Aufenthalts in Plasencia auch auf dem Programm: das Museo Etnográfico y Textil mit der Sammlung von Pedro Pérez Enciso im alten Spital Santa María (seit 1989), ein ganz aussergewöhnli-ches  Volkskunde-Museum. Gezeigt werden unter anderm interessante Kleider und Stoffe aus der Region. Das zweite Museum, das Museo de la Semana Santa in der Iglesia Vincent Ferrer, zeigt die Pasos (Traggestelle), mit den Darstellungen der Leidensgeschichte Jesu, die von Palmsonntag bis Ostern in verschiedenen Prozessionen herumgetragen werden.

Ausstellungsraum im Museo Etnografico y Textil

Daneben bleibt Zeit, eigenständig die weiteren Schönheiten der Stadt zu ent-decken, Kaffee bzw. Wein zu trinken oder einfach in den hübschen Gassen und Plätzen zu flanieren. 

Teil 2 (Wanderung zur «Höllenschlucht») folgt.

 
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