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2009 Frühlingsfahrt nach Altdorf: ein Rückblick

Altdorf hat im Jahr 2007 der Wakker-Preis erhalten. Konkret waren es drei Punkte, welche die Jury für die Vergabe überzeugten:

  1. Die wirkungsvollen Steuerungselemente in der Planung und deren Begleitung durch ein ausgewiesenes Fachgremium
  2. gelungene architektonische Objekte sowohl im Bereich Restauration als auch im Bereich Erweiterung bzw. Neubau
  3. Sorgsamer Umgang mit dem Erbe der Natursteinmauern im Gemeindegebiet

Toni Arnold und Robert Dubach führten uns im Vortragssaal des EWA in die Pro-blematik ein und zeigten uns mit Bildern anschaulich, welche Massnahmen die Gemeinde Altdorf getroffen hat und immer noch trifft, um das Zeil zu erreichen. An-schliessend machten wir uns zur Besichtigung auf, um an Beispielen zu sehen, was dies in der Praxis heisst. Dabei besichtigten wir das Haus im Eselsmätteli mit seinen Malereien und Stuckaturen aus der Zeit um 1770 und dem gewölbtem Keller aus der Bauzeit von 1684/1685. Gefallen fanden alle an den Fresken, welche die betörende Wirkung der Musik auf einheimische und fremde Tiere darstellt.

Das Wahrzeichen der Liegenschaft Eselsmätteli in Altdorf

Die Altdorfer Natursteinmauern (sie haben eine Gesamtlänge von über 15 Kilo-metern) sind schon Goethe als besonderes Merkmal für Altdorf aufgefallen. Dank einem erfolgreichen Sanierungsprojekt (ALMAUSA 1 und 2) sind sie in den letzten Jahren wieder instand gestellt worden. Wir besichtigten sie entlang der Kloster-gasse. Die Mauern erreichen teilweise eine Höhe von fast drei Metern und sind teilweise mit Efeu und mit gelbem Lerchensporn bewachsen. Daneben sind sie auch frei und lassen den Blick auf die verwendeten Steine zu. Wer Glück hatte,  konnte auch eine flinke Mauereidechse zu Gesicht bekommen.

Aussensicht vom Frauenkloster St. Karl im Oberen Hl. Kreuz, Altdorf

Das Frauenkloster St. Karl im Oberen Hl. Kreuz war ein weiterer Höhepunkt auf unserem Rundgang und zeigte (wie vorher schon die zeitgenössischen Gebäu-lichkeiten des EWA und das Haus Eselsmättili), dass Altes und Neues Bauen sinnvoll nebeneinander Bestand haben. Im Klosterinnern besichtigten wir die Kirche von 1677 (Architekt: Michael Kuen) mit Altären, die Br. Kaspar Moosbrugger aus dem Kloster Einsiedeln entworfen haben soll. Anschliessend machten wir einen Rundgang durch das Erdgeschoss bis zum schönen Refektorium. Nach einem kurzen Verweilen im Klostergarten wendeten wir uns dem Um- und Erweiterungsbau des Schulhauses St. Karl zu, das in der Nachbarschaft des Klosters liegt. Der Lehnplatz bildete den Schlusspunkt auf unserem Rundgang. Anschliessend ver-wöhnte uns der «Goldene Schlüssel» mit dem obligaten «Zabigplättili»

Planung und Realisierung der Frühlingsfahrt lagen in den Händen von unserem Vorstandsmitglied Dr. Peter Steiner. Er hat es uns ermöglicht, Altdorf aus einer an-deren Perspektive zu besichtigen und gleichzeitig Zutritt zu historischen Räumlich-keiten verschaft, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt. Ihm, aber auch den bei-den Altdorfer Cicerone gebührt herzlicher Dank. 

 
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