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Kultur- und Wanderreise in die Extremadura 2010 (2)

Wandern im Valle del Jerte

Kirschblütenzeit im Valle del Jerte

Blühende Kirschbäume, soweit das Auge reicht

In Spanien weiss es jedes Kind - bei uns ist es nur wenigen bekannt: die Kirsch-baumblüte im Valle del Jerte, die Ende März/Anfang April für wenige Tage die Hänge des hinteren Jerte-Tals in strahlendes Weiss verwandelt, als wäre über Nacht viel Raureif gefallen. Mit dem Unterschied allerdings, dass die Pracht der Sonne stand hält. Vielleicht können wir dieses schöne Naturschauspiel auf unserer Reise erleben. Sicher ist es allerdings nicht, weil der Zeitpunkt der Blüte natürlich wit-terungsabhängig ist.

 

Jeder Baum ist voll von Tausenden von Blüten

Wer würde sich nicht wünschen, solche beglückende Augenblicke erleben zu dür-fen, wie sie auf diesen Fotos wiedergegeben sind?

Die Blüten brauchen die Konkurrenz mit den letzten Schneeresten auf den Bergen nicht zu fürchten

Ein Dorf, das seinen Namen vom Fluss bekam

Bevor wir uns auf die Wanderung machen, legen wir im Dorf Jerte einen Halt ein. Hier wie in anderen Dörfern des oberen Jerte-Tales treffen wir auf die typischen Häuserformen der nördlichen Extremadura: Steinhäuser in Kombination mit Holz-balkonen, -galerien und anderen Vorbauten, was die Gassen so malerisch macht Jerte ist auch bekannt, weil von hier einer der besten Alabaster der Extremadura herkommt.

Das Jerte-Tal endet am Puerto de Tornavacas (1277 MüM), einem Pass, der zu-gleich zur benachbarten Region Castilla y León die Grenze bildet. Gut 500 Meter höher sind die Gipfel der Sierra de Bejar und der Sierra de Gredos, zwei Bergketten, welche das obere Jerte-Tal beidseits säumen.

Blick vom Tornavacas-Pass ins Jerte-Tal mit dem Dorf, dass dem Übergang den Namen gab

Die Wanderung

Die Wanderung beginnt in einem Kastanienwald. Während des anfänglichen Auf-stiegs öffnet er sich immer wieder zu schönen Ausblicken auf die Umgebung. Ne-ben den Kastanien sind Farne und Granitgestein unsere Begleiter. Später wird der  Weg ebener und senkt sich gar zur Schlucht Los Pilones hinunter. Hier hat das Wasser des Baches eine Art von Gletschermühlen geschaffen, indem es sich runde Becken in den Felsen gefressen hat. Sie kann man als Eingänge zur Hölle interpre-tieren. Sonst wüsste ich nicht, weshalb man diesem Talabschnitt den Namen «Höl-lenschlucht» gegeben hat.

Eines der geheimnissvollen Wasserbecken, ein Eingang zur Hölle?

Vom Ausgangspunkt (550 Meter) steigen wir verhältnismässig gemächlich auf eine Höhe von 700 Metern. Von da senkt sich der Weg wider auf 650 Meter Meereshöhe hinab. Die Länge des zurückgelegten Weges, hin und zurück, macht zusammen gut sieben Kilometer aus. Der Schwierigkeitsgrad wird auf den Wandertafeln als gering angegeben, und er ist es auch. Zwischenhinein hat es Tische und Bänk-chen zum Rasten.

Los Pilones: Der Übergang mit der Holzbrücke und der steinernen Stiege

 Teil 3  (Wo Kaiser Karl V. seinen Lebensabend verbrachte) folgt.

 
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