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Kultur- und Wanderreise in die Extremadura 2010, Reisebericht

Unberührte Landschaft: Dehesas in der Extremadura (Foto Urs Haller)

 

Unberührte Landschaft: Naturpark Montfragüe (Foto Hansjakob Achermann)

Wie alle zwei Jahre organisierte der HVN nach Ostern wieder eine Kultur- und Wanderreise. Dieses Mal war die unbekannte Region Extremadura in Spanien das Ziel. 13 Tage lang liessen sich die Teilnehmenden von der weitgehend unberührt gebliebenen, schönen Natur begeistern. Das Jerte-Tal war von tausenden blühen-der Kirschbäume ganz in Weiss gehült, doch auch in den anderen Gegenden zeigte sich das Land in den Frühlingsfarben. Neben der vielfältigen Flora gab es eine reiche Fauna zu bewundern. Vom ersten bis zum letzten Tag begleiteten uns viele Störche mit ihren steifen Bewegungen am Boden und im Nest sowie ihren majestätischen Flügen durch die Luft. In den besuchten Naturschutzgebieten sahen wir viele selten gewordene Vögel und anderes wildes Getier. - Die Landschaft prä-gen Berge, Hügel, weite Ebenen, schöne Seen, Flüsse und Bäche. Grosse Wald-flächen wechseln ab mit Dehesas und offenen Ebenen: Natur pur als Augenweide, in der zu Wandern eine Freude war.

Störche auf Türmen und Spitzen, hier in Plasencia (Foto: Urs Haller)
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Reiche Baukultur
Eingebettet in eine weitgehend intakte Landschaft liegen die Dörfer und die Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten: Mérida ist das spanische Rom. Hier kann man als Weltkulturerbe Theater, Amphitheater, Circus, Foren, Tempel, Ehrenbögen, Aquae-dukte, Brücken, Villen und Sepulchren bewundern, daneben auch das kleine Mu-seum für westgotische Kunst. In anderen Städten sind Zeugen der maurischen Kult-ur anzutreffen. Als weitere Ziele standen Cáceres mit seiner vollständig erhaltenen Altstadt aus der Zeit des Spätmittelalters und der Renaissance (ebenfalls Weltkul-turerbe) undTrujillo, die Stadt der Eroberer, die hier das aus Amerika zurückge-brachte Gold in steinerne Paläste umwandelten. Andere Städte repräsentierten die Reconquista mit mächtigen Burgen und Gotteshäusern im romanischen, gotischen oder renaissansesken Stil.

Eva im Paradies, Detail aus der Neuen Kathedrale in Palenzia (Foto: Urs Haller)

Eva und Adam erhalten Kleider. Azulejos in Olivenza (Foto: Urs Haller)

Faszination lösten die engen Gassen in Dörfern und Städten aus, die besondere ländliche Bauweise in der Nord-Extremadura, die «pueblos blancos» im Süden, Kunst und Bauwerke des 19. Jahrhunderts sowie die auffallend gute zeitgenös-sische Architektur und Plastik der letzten 30 Jahre, etwa in Badajoz und Cáceres aus. Die Kunst der Azulejas liess sich in Jerez de los Caballeros an Fassaden und Türmen, im Innern in den Kirchen von Olivenza studieren. In der letzteren Stadt und in Plasencia zeigten zwei sich gut ergänzende volkskundliche Museen den Alltag vor 50 bis 100 Jahren. Natürlich fehlte auch der Besuch von Spaniens berühmtesten Marien-Wallfahrtsort (Guadalupe) nicht. Der mächtige Kirchen- und Klosterkomplex wurde ebenfalls zum Wektkulturerbe erhoben.

Enge Gasse in Badajoz (Foto: Hansjakob Achermann) 

 

Grosser Platz in Zefra (Foto: Urs Haller)
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Ölheine, Stiere und Schweine
Die autonome Region Extremadura ist bis heute noch stark von der Landwirtschaft geprägt. Deshalb gehörte natürlich der Besuch eines Weinkellers und einer Ölmüh-le (verbunden mit einem erläuternden Spaziergang durch die Olivenhaine) mit da-zu. Auch eine Fahrt im offenen Wagen durch eine Dehesa, wo die Stiere vier, fünf JAhre ein nahezu paradiesisches Leben führen können, bis sie in die Arena geführt werden, eine Besichtigung der Schweinemast (für den berühmten «Pata negra») und der Schafzucht rundeten den Überblick über den heutigen Alltag grosser Be-völkerungsgruppen ab. Als Unterkunft dienten der Reisegruppe des HVN Klöster, eine alte umgebaute Fabrik mit sehr individuell gestalteten Zimmern sowie moderne Hotelbauten. Die Schwimmbassins, die den Gästen zur Verfügung gestanden hät-ten, wurden wegen fehlender hoher Temperaturen nicht benützt. Alltagsspeisen, aber auch der extremenische Festtagstisch rundeten die unvergessliche geführte Reise ab.
 
 
Olivenhain in der Nähe von Badajoz (Foto: Hansjakob Achermann)
 
 
Stiere in der freien Natur (Foto: Urs Haller) 
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Wiederholung der Reise im nächsten Jahr
Wegen der Unbekanntheit und Unberührtheit der Extremadura und weil von Reise-büros nur wenige Angebote dorthin veranstaltet werden, plant der HVN, die Kultur- und Wanderfahrt vom 25. April bis 7. Mai 2011 nochmals durchzuführen, sofern sich mindestens 30 Interessierte dazu anmelden. Weitere Auskünfte darüber können beim Präsidenten Hansjakob Achermann eingeholt werden. Er nimmt ab sofort auch provisorische Anmeldungen entgegen. Man kann sich deswegen aber auch über info@hvn.ch via Mail melden.
 
 
Weideland in der Süd-Extremadura (Foto: Urs Haller)
 
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