Zur Startseite...

 

   

33. Burgenfahrt: 28. August 2010

Andermatt - gestern, heute und morgen

Unter dieses Thema ist die Burgenfahrt 2010 gestellt. Das Urserntal besass immer schon gut begehbare Übergänge nach Osten (Surselva) nach Süden (Leventina) und nach Westen (Goms), was sich auf die Bevölkerung, auf die politische, kirch-liche, wirtschaftliche und kulturelle Situation auswirkte. Erst um 1200 gelang es, die Schöllenen passierbar zu machen. Damit war nun auch der Weg offen gegen Norden ins untere Reusstal. Ausser der Alp- und Viehwirtschaft  wurde nun bis zur Eröffnung der Gotthardbahn im Jahre 1882 der Passverkehr zu einer wichtigen, unversiegbar scheinenden Einnahmequelle, welche der Bevölkerung Verdienst brachte. Nur teilweise konnte am Ende des 19. Jahrhunderts der wirtschaftliche Einbruch durch Einnahmen aus dem Sommer- und Wintertourismus aufgefangen werden. So wurde für das Urserntal die Ansiedlung des Gebirgswaffenplatzes Andermatt im Jahre 1895 mit der späteren Erweiterung zur Fortwache zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, der viele Arbeitsplätze brachte und wesentlich zum Aufbau der heutigen Infrastruktur beitzrug. Wie früher der Passverkehr so schienen nun Waffenplatz und Festungstruppen zu einer nie endenden Verdienstquelle mit einem grossen und verlässlichen Arbeitgeber zu werden. Doch die Armeereformen von 1995 und 2004 machten den Andermattern einen Strich durch die Rechnung. Sie brachten einen starken Abbau an Festungs- und Gebirgstruppen, verbunden mit empfindlichen Verlusten an Arbeitsplätzen. Der langezeit vernachlässigte Tourismus konnte nicht sofort in die Bresche springen. Wäre da nicht der ägyptische Investor Samih Sawiri, so sähe die Zukunft Andermatts und des ganzen Urserntals alles andere als rosig aus. Nach seinem Projekt, das er 2005 erstmals vorgestellt hat und dieses Jahr in die Realisierungsphase hinüber geht,, soll das Dorf eine 3000 Betten zählende Luxusferien-Wohnsiedlung erhalten, die im Endausbau 2000 neue Arbeitsplätze bringen wird. Dies könnte dem Hochtal eine Trendwende und einen Neuanfang bringen. Freilich sind nicht alle Andermatter davon überzeugt.

Inneres der Pfarrkirche von Andermatt

Programm
07.50 h Besammlung beim Bahnhof Stans, Halteplatz für Busse
08.05 h Abfahrt mit Bus
09.15 h Beginn des Dorfrundgangs mit Bänz Simmen
12.30 h Mittagessen im Restaurant Sonne
15.00 h Fortsetzung der Dorfbesichtigung, freie Zeit
17.30 h Besammlung beim Busparkplatz, Heimfahrt
18.45 h Ankunft in Stans

Das schmucke Andresenhaus (heuteTalmuseum) aus dem Ende des 18. Jahrhunderts

Anmeldung

Die Anmeldung zu dieser besonderen Burgenfahrt hat bis am 18. August 2010 zu erfolgen (info@hvn.ch). Die Kosten von Fr. 100.-- pro Person für Fahrt, Reiseleitung, Kaffee mit Gipfeli, Mittagessen (trockenes Gedeck), Führungen, Museumseintritt und Trinkgeld Busfahrer werden auf der Hinfahrt eingezogen.

Hotel und Restaurant zur Sonne in Andermatt

 
» zurück
 
 
 
 
 
Historischer Verein Nidwalden c/o Staatsarchiv, Stansstaderstrasse 54, 6371 Stans, info@hvn.ch, www.hvn.ch  
created by IAG die web-macher