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Herbstversammlung am 12. Dezember 2011

Der Stanser Kirchenmalers Melchior Paul von Deschwanden und sein Werk

Die Kunsthistorikerin Isabelle Roth hat sich in den letzten zwei Jahren intensiv mit den Werken Melchior Paul von Deschwandens auseinander gesetzt. Neben der Aufarbeitung der grossen Schenkung von Deschwanden-Bildern, die das Nidwaldner Museum erhalten hat, war sie auch intensiv mit der Vorbereitung der aktuellen Ausstellung befasst.

Zu ihrem Vortrag gibt sie folgenden Ausblick: Der als Kirchenmaler bekannt gewordene Stanser Melchior Paul von Deschwanden ist vor 130 Jahren gestorben. In seinem Testament berücksichtigt er finanziell viele Schulen und Armenheime, übergibt sein Atelier dem Maler Georg Kaiser (mit der Auflage nicht darin zu rauchen) und hinterlässt der Nachwelt unzählige Zeichnungen, Skizzen, Briefe und über 2000 Ölbilder. Viele dieser Ölbilder schmücken noch heute die katholischen Kirchen der Schweiz. Er malte für die religiöse Praxis und für Gott. Zwei Aspekte sollen Gegenstand des Vortrags sein. Einerseits wird geprüft, inwiefern seine da- mals von der Kirche als sündhaft bezeichnete Homosexualität Auswirkungen auf sein Schaffen gehabt haben könnte. Andererseits wird der Frage nachgegangen, wieso seine Werke bis heute als Kitsch verurteilt werden und wieso er als rück- wärtsgewandten Künstler bezeichnet wird. Um diese Kritiken fassbar zu machen, wird das Schaffen von Melchior Paul von Deschwanden in einen kunsthistorischen Kontext gestellt.


 
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