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Kultur- und Wanderreise ins südliche Kastillien (13)

Samstag, 28. April 2012

Palacio Real
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts konnte sich die spanische Krone in Aranjuez Besitz erwerben. In der Folge schufen sich Habsburger und Bourbonen hier eine exklusive Sommerresidenz, deren Gartenanlagen schon im 16. Jahrhundert berühmt waren. Philipp II. begann 1571 mit dem Bau eines königlichen Landschlosses, doch gingen die Arbeiten nur schleppend voran. Bei seinem Tod 1598 waren erst die Südfront und Teile des westlichen Hauptflügels fertig gestellt. Brände in den Jahren 1660 und 1665 zerstörten vieles, was man zwar sogleich wieder aufbaute. Aber zum Weiter-bau kam es nicht. Erst die Bourbonen begannen ab 1741 mit der Vollendung der Residenz. Als Architekt wirkte der Oberitaliener Giacomo Bonavia. Im Jahre 1778 waren Schlossanlage und Park fertig gestellt.



Teil der weitläufigen Parkanlage

Papst Paul V. rühmte den Park von Aranjuez 1594 als den schönsten überhaupt. Er soll damals 50 000 Waldbäume und 170 000 Obstbäume besessen haben. Nur ein kleiner Teil der Anlage bei den Gebäulichkeiten waren als Blumengärten gestaltet.
Das Schloss besitzt im wesentlichen den Grundriss eines Gevierts, an den im Westen einen darüber hinaus reicichenden Flügel angebaut worden ist. Später wurde dann noch ein Ehrenhof eingerichtet. Das Schloss ist heute ein Museum. Bei einer Besichtigung werden selbstverständlich auch die Repräsentationsräume besichtigt. Das Innere wurde im 19. Jahrhundert immer wieder verändert.



Die Schauseite des Sommerschlosses

«Die schönen Tage in Arajuez sind nun zu Ende.» - Mit diesem Satz beginnt friedrich Schiller sein Drama Don Carlos. Er legt sie Doningo in den Mund. Der Ausspruch gilt auch für uns, sofern wir mit Aranjuez Kastilien meinen. Domingo fährt dann fort: «Eure königliche Hoheit verlassen es nicht heiterer. Wir sind vergebens hier gewesen.» Diese Aussage gilt hoffentlich nicht für uns.



Ein weiterer der zahlreichen Brunnen im Park

 
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